iPad – meine Meinung

Ich habe bisher versucht mich möglichst aus der iPad-Diskussion herauszuhalten, aber ich denke ein kleiner Diskussionsanstoss meinerseits kann nicht schaden ;-) Denn meiner Meinung nach ist das iPad nichts weiter als ein zu groß geratener iPod Touch (und hey, wem die Ähnlichkeit nichtmal bei der Namensgebung aufgefallen ist…).

Wir haben die Diskussion dazu auch gerade in der Schule und unsere Englischlehrerin scheint bei dem Thema ziemlich mitzufiebern, hat aber auch einige gute Denkanstöße gegeben. Aber ich vertrete dennoch meine ausgearbeitete Meinung hier ;-) Das iPad (weiß Gott, warum es nun eigentlich nicht iSlate genannt worden ist, die Domains hat Apple ja dennoch in seinem Besitz… vielleicht kommt da ja doch noch was!) kann kaum mehr als der iPod, verliert durch seine Größe aber die Handlichkeit, die für mich immer ein sehr wichtiger Faktor war.Wir stehen also vor dem Dilemma ein Entertainment-Brotschneideunterlagen-Digitalbilderrahmen mit Touchsscreen zu kaufen oder nicht zu kaufen. Für mich ist das iPad aber wie bereits erwähnt nur ein großer iPod, der kaum mehr kann und keinen echten Mehrwert birgt: Wenn ich einkaufe, kann ich auf meinem iPod jederzeit etwas machen (mit einem iPhone sogar Mails checken und Surfen, das Pendant dazu wäre das iPad mit Internetanschluss, welcher aber genauso wie beim iPhone monatlich bezahlt werden muss). Mit dem iPad stehe ich auf dem Trockenen: Ich kann doch schlecht ein Buchgroßes Gerät rausholen und mit einer Hand anfangen irgendwas zu machen! Im öffentlichen Verkehr ist es das Gleiche: Beim Bus- und Zugfahren sind die kleinen Handhelds einfach viel flexibler und praktischer, ohne wirklich in den Funktionen mehr einzuschränken als das iPad.

Denn Was hat man bei dem iPad mehr als beim iPod / iPhone? Den Bookstore? Ich vermute, das wird sowieso auch ein Griff ins Klo… Wenn man ein High-Tech-Gerät in Händen hält, wird man als verwöhnter Web 2.0 Mensch keine 5 Minuten irgendein vernünftiges Buch lesen (außer vielleicht einem E-Book “Internetmillionär in 3 Tagen”). Eher wird man der Versuchung unterliegen, den Home-Button zu drücken und sich entertainen zu lassen. Auch abends ist es sicher, ein gedrucktes Buch wird eher im Bett vor dem Schlafengehen gelesen als ein Buch auf dem iPad.

Zudem muss ich sagen, das iPad ist trotz allem noch nicht ausgereift: Das hübsche Design ist trotz edlem Apple-Look nicht perfekt, der Rand ist noch zu breit. Eine Kamera fehlt für ein perfektes Multimedia-Feeling, Multitasking ist ebenfalls nicht möglich. Ich empfehle also definitiv auf das iPad 2G zu warten (wenn man es sich denn überhaupt kaufen möchte). Denn das iPad 2G wird bestimmt viele Features ausmerzen und wir sind es von Apple doch ohnehin gewohnt, dass sie die bereits eigentlich verfügbare Technik noch etwas zurückhalten, um noch mehr Profit herauszuschlagen.

Es ist aber erstaunlich, wie Apple es schafft mit seinen Geräten (insbesondere neuerdings dem iPad) in unser Leben einzugreifen, wie wir es als Teil des Luxus, als tatsächlichen Lifestyle ansehen, ob wir etwas von Apple haben bzw. was wir von Apple haben…

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