Leistungen der Kfz-Versicherung

15Leistungen der Kfz-Versicherung

Bei der Haftpflicht für KFZ handelt es sich in Deutschland und zahlreichen anderen Ländern der Welt um eine Pflichtversicherung.

Der Bereich der Kraftfahrzeugversicherungen besteht doch nicht nur aus dieser gesetzlichen Kfz-Haftpflicht, sondern aus einer ganzen Vielfalt an Versicherungen. Die KFZ Haftpflicht ist unterdies jedoch jener Bereich, der sich am intensivsten mit der Abdeckung von berechtigten Schadensersatzansprüchen Dritter befasst. Unberechtigte Ansprüche hingegen müssen von der Kraftfahrzeug-Versicherung abgewehrt werden – welches eine weitere wichtige Verpflichtung dieser Versicherungsart ist.

Die Kaskoversicherung ist eine Zusatzversicherung im Umfeld der Kraftfahrzeugversicherungen und wird in 2 Fragmente unterteilt. Bei der Teilkaskoversicherung handelt es sich um eine Zusatzversicherung, die Tätigung von Schäden am eigenen Kraftfahrzeug übernimmt. Sehr wohl betrifft dies nur bestimmte Schadensfälle, die vorab vereinbart werden. Dazu können z. B. Schäden aus Sturm, Überschwemmung, Hagel, Brand, oder Diebstahl gehören. Ebenfalls Unfälle mit Haarwild werden oft in den Bereich der Teilkaskoversicherung mit aufgenommen.

Bei einer KFZ-Vollkasko hingegen handelt es sich um eine noch umfangreichere Versicherung. Sie deckt zusätzlich zu den Verantwortungsbereichen der Kfz-Teilkaskoversicherung auch noch weitere Schäden ab. Hier geht es in erster Linie auch um Schäden, die ein Versicherte selbst verursacht hat. Auch Vandalismus würde in den Verantwortungsbereich einer Vollkasko fallen.

Die gesetzliche Haftpflicht für Fahrzeuge – ein Muss, um sein Fahrzeug im öffentlichen Autoverkehr fahren zu dürfen.

Wer sein Fahrzeug trotz gesetzlichen Bestimmungen ohne eine Haftpflichtversicherung für Kraftfahrzeuge fährt und einen Unfall verursacht, haftet mit seinem gesamten Besitz. Das gleiche gilt für jeden verschuldeten Schäden und damit auch für Personenschäden. Zudem muss man natürlicherweise auch mit einer Strafmaßnahme für die nicht vorhandene Haftpflicht für KFZ rechnen. Im schlechtesten Falle kann das zu einer empfindlichen Geldstrafe führen und die eigene finanzielle Existenz zugrunde richten. Die Haftpflichtversicherung für Kraftfahrzeuge abzuschließen ist also nicht zu versäumen.

Wer unbedingt sicher gehen möchte, kann ansonsten zur gesetzlichen KFZ Haftpflichtversicherung auch noch eine Teil- oder Vollkasko abschließen. Ob sich eine Teil- und Kfz-Vollkaskoversicherung für Ihr Kraftfahrzeug auszahlt oder nicht hängt von vielen Faktoren ab. Im Prinzip sollten diese Zusatzversicherungen jedoch nur bei sehr neuwertigen oder sehr teuren Fahrzeugen abgeschlossen werden. So kann sich der Abschluss einer Vollkasko bspw. in manchen Fällen wirklich rechnen. Wenn es sich zum Beispiel zu einem selbst verschuldeten Unfall oder einem Diebstahl kommt, wird der Neuwert des KFZ (sofern nicht älter als 18 Monate) oder der Zeitwert zum Zeitpunkt des Schadens ersetzt.

Die KFZ Versicherung tritt erst nach der Klärung der Schuldfrage ein.

Die Haftpflichtversicherung für Kraftfahrzeuge ist für all jene Schäden verantwortlich, die der Versicherte im Autoverkehr verschuldet.

In diesem Fall kann es sich nur um Blechschäden, allerdings auch durchaus einmal um Schmerzensgeld oder die Aufwand für eine Krankenhausbehandlung. Die Haftpflichtversicherung für Kraftfahrzeuge zahlt nach Abklärung der Schuldfrage eine entsprechende Reparation. Diese hängt vom festgestellten Grad des verschuldeten Schadens ab. Wird im Unterschied dazu beispielsweise ein Unfall verschuldet, bei dem der vermeintlich unschuldige Unfallgegner nicht angeschnallt war, trifft Sie als Versicherungsnehmer nicht die alleinige Schuld am entstandenen Schaden. Der Unfallgegner muss einen Teilbereich des Schaden selbst bezahlen und die Haftpflichtversicherung für Kraftfahrzeuge tritt nur zu einem Teil ein. Hat der Unfallverursacher selbst eine KFZ-Kasko, kann ein Teil der Kosten von dieser Fahrzeugversicherung übernommen werden.

Eine Obergrenze gibt es bei Haftpflichtversicherungen im Grunde nicht.  Der Gesetzgeber sieht jedoch eine Deckung von höchstens 50 Mio. Euro bei Schäden am Vermögen und eine Obergrenze von 7,5 Mio. € bei Personenschäden (pro Person) vor.

Der verursachte Schaden wird von einem Gutachter festgestellt, den die Versicherung beauftragt. Bei einem verschuldeten Schaden hat ausschließlich der Unfallgegner das Recht, einen Gutachter zu beauftragen.

Die Höhe der Leistungen richten sich bei zahlreichen Kraftfahrzeugversicherungen nach dem ausgewählten Versicherungstarif. Der Versicherte jedoch, bezahlt je nach der Menge der unfallfreien Jahre, der Typklasseneinstufung und anderen Merkmalen.  Gerade bei der KFZ Haftpflicht, aber auch bei der Kfz-Vollkaskoversicherung bezahlt der Versicherte einen relativ niedrigen Versicherungstarif. Dennoch muss er im Schadensfall keinerlei Begrenzungen in der Höhe der Leistungen befürchten.

 

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