Commerzbank Aktie, kein Renner unter Anlegern
Warum entwickeln sich Commerzbank Aktien so schlecht?
Die durch die Lehmann-Pleite ausgelöste Krise traf besonders hart den Bankensektor. Hinzu kommmt, dass die Commerzbank durch die Übernahme der Dresdner Bank seine Position im Privatkundenbereich zwar stärkte, aber sich auch erhebliche Kreditrisiken aufbürdete. Die Bank war 2008 gezwungen, staatliche Hilfen in Milliardenhöhe anzunehmen. Seither muss die Commerzbank als teilverstaatlichte Bank in der Finanzwelt bestehen. Das Vertrauen von Privatanlegern und großen Investmentgesellschaften in die Commerzbank Aktie ist seit dem sehr gering.
Äußerungen von führenden Ratingagenturen zur Kreditwürdigkeit von einzelnen EURO-Ländern beeinflussen sofort den Kursverlauf. Deutschland steht zwar im Rating an erster Stelle, aber die Bankenwelt ist durch ihre direkten internationalen Beteiligungen stark mit der wirtschaftlichen Entwicklung Europas verbunden. Daher hat sich auch die Kursentwicklung der Bankentitel von der Entwicklung des Leitindex DAX abgekoppelt. Mit einem Verlust von 25 Prozent fallen die Verluste des DAX im Vergleich zum Einbruch der Commerzbank Aktie bescheiden aus.
Schwer einzuschätzen ist, ob das Interesse der Investoren an Bankaktien steigen wird, wenn durch das Abflauen der Finanzkrise die Konjunktur wieder anspringt.
Insbesondere die Commerzbank kämpft mit der anhaltenden Gefahr der Verstaatlichung. Die Bank konnte die stillen Einlagen des staatlichen Stützungsfonds weitgehend zurückzahlen. Die Forderungen der Europäischen Bankenaufsicht bezüglich der Eigenkapitaldecke setzen die Commerzbank bereits jetzt erheblich unter Druck.
Positive Entwicklungen einzelner Geschäftsbereiche (Baufinanzerung) können denn Kurs der Commerzbank Aktien stützen. Eine schnelle Erholung ist aber nicht anzunehmen.
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